Vorstellung von „Human Approval and Presence Specification“: HAPS

Fachartikel

Ein KI-Agent kann bei einer vertrauenden Partei mit technisch gültigen, aber für den Agenten zugänglichen Nachweisen vorstellig werden. Damit lässt sich jedoch nicht nachweisen, dass der menschliche Auftraggeber die nun geforderte konkrete Handlung beabsichtigt hat.

Dieses iProov-Fachpapier stellt die „Human Approval and Presence Specification“ vor, eine experimentelle Verfahrensspezifikation zur Verknüpfung menschlicher Zustimmung mit einer konkreten handlungsbezogenen Aktion. Es wurde auf GitHub unter der Apache-2.0-Lizenz offen veröffentlicht, um der Industrie die Möglichkeit zur Begutachtung, Kritik und unabhängigen Umsetzung zu geben.

Wie sorgt HAPS dafür, dass die menschliche Zustimmung nachprüfbar ist?

Die Spezifikation definiert vier Komponenten:

  • Handlungsabsicht: Eine kanonische, maschinenlesbare Beschreibung dessen, was der Akteur zu tun beabsichtigt.
  • HAPS-Challenge: optional und für risikoreiche Aktionen empfohlen; ermöglicht es der vertrauenden Partei, den von ihr geforderten Nachweis der menschlichen Anwesenheit und Identität festzulegen.
  • Signaturansicht: Die verbindliche Darstellung der Aktion, die dem menschlichen Prüfer angezeigt wird.
  • HAPS-Einwilligungsnachweis: Der daraus resultierende Nachweis, der so aufbereitet ist, dass er in einer übertragbaren, überprüfbaren Form an die vertrauende Partei zurückgesendet werden kann.

Was Sie lernen werden

Verfolgen Sie den gesamten Ablauf – von der antragstellenden Partei, die eine ausstehende Aktion zurückhält und eine Anforderung stellt, über die Anwesenheitsprüfung und die ausdrückliche Genehmigung bis hin zur Überprüfung, ob die Berechtigungsnachweise echt, ausreichend sicher, aktuell und noch nicht verwendet sind, bevor die Aktion freigegeben wird. Erfahren Sie, in welcher Beziehung HAPS zu OAuth, AuthZEN, OpenID4VP und MCP steht, was die Spezifikation bewusst nicht versucht und wie die dazugehörige Rust-Referenzimplementierung und das Testkit das Experimentieren unterstützen.

HAPS ist nachweisunabhängig und implementierungsneutral. Die vertrauende Partei trägt weiterhin die Verantwortung dafür, zu entscheiden, welche Vorgänge einer Genehmigung bedürfen, ob der Genehmigende dazu befugt ist und wie der Vorgang abgewickelt und ausgeführt wird.

Die Spezifikation auf GitHub anzeigen